Webradio und Livestream

Spezialtipp

ARD Radiofestival 2021

Bild: NDR/Janis Wilkins

Donnerstag, 23:30 Uhr NDR kultur

Jazz

ARD Radiofestival 2021

Der brasilianische Perkussionist Airto wird 80. Foto: Airto Moreira

Tagestipp

Heute, 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Das schwarze Gold der Wälder Der Wald, sein Boden und der Kohlenstoff Von Marko Pauli Wälder weiltweit verlieren zunehmend ihre Funktion als CO²-Senken im Kampf gegen den Klimawandel. Auf der Suche nach den Gründen gerät ein lange eher vernachlässigter Teil des Waldes in den Fokus: der Boden. Die Menschen brauchen die Wälder weltweit als CO2-Senken, um die Klimaziele zu erreichen. Doch in dieser Funktion scheint der Wald immer schwächer zu werden. Eine neue Studie aus dem brasilianischen Regenwald zeigt, dass dieser in den letzten zehn Jahren mehr Kohlenstoff freigesetzt hat, als er hat speichern können. Der Hauptgrund ist offenbar die negative Veränderung, die Degradierung, des Waldbodens. Aber: Warum ist gerade der Waldboden so wichtig, wenn es darum geht, die Wälder als CO2-Senken zu erhalten? Welche Abläufe und Mechanismen machen ihn zum CO2-Speicher - weshalb genau funktionieren sie nicht mehr und was geschieht, wenn zu viel Waldboden verloren geht? Gibt es auch hier - ähnlich wie beim arktischen Eis oder beim Golfstrom - Tipping Points? Welche Ansätze gibt es, Wald und Waldboden zu erhalten - bzw. zukunftsfähige Wälder anzulegen, die weiter mit dazu beitragen, den Klimawandel zu verlangsamen?

Konzerttipp

Hörspieltipp

Heute, 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Never get old? Musiker über das Älterwerden Von Jörn Morisse und Oliver Koch Regie: Johanna Olausson Mit: Marian Gold, Melissa Auf der Maur, Jaki Liebezeit, Vashti Bunyan (alle im O-Ton) sowie Max Urlacher, Uta Hallant und Janosz Kocaj Ton: Lutz Pahl Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012 Länge: 54"01 Wie wird man im Musikgeschäft alt? Wie lebt es sich in einem Körper, der nicht verdrängen kann, dass er einmal jünger war? Was sind die Risiken und Nebenwirkungen von Liveauftritten, langen Tourneen und ständigem kreativen Output? Jörn Morisse und Oliver Koch haben mit Musikern über das Älterwerden gesprochen: Unter anderem Marian Gold (Alphaville), Melissa Auf der Maur (Hole, Smashing Pumpkins), Jaki Liebezeit (Can) und Vashti Bunyan erzählen von Utopien, Kompromissen, altersadäquatem Verhalten und wie es gelingt, körperliche und geistige Widerstände im Alter zu überwinden. Jörn Morisse, geboren 1969 in Bad Oldesloe, studierte Kulturwissenschaft und Amerikanistik und lebt als Lektor, Übersetzer und Literaturagent in Berlin. Oliver Koch, geboren 1979 in Hamburg, studierte Soziologie, war Bassist der Band Tomte und ist Herausgeber des OPAK Magazins. Never get old?

Featuretipp

Heute, 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Sehnsuchtsort Kleingarten

Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (4), Gestaltung: Kim Shirin Cupal Man kennt ihn hierzulande vor allem als Kleingarten aber auch als Schreber- oder Heimgarten oder gar als Parzelle ist er den Menschen ein Begriff. All diese Namen beschreiben das Gleiche: ein Stück eigenes Grün, eingezäunt und seit jeher von Kleingartenvereinen verwaltet. Eine besondere Rolle spielen diese Anlagen vor allem in Wien, wo sie längst als eingesessene Institution gelten. Hier gibt es heute über 26.800 Kleingärtner/innen, organisiert in 247 Vereinen. Der Großteil dieser Menschen lebt bereits dauerhaft in den heute mit Einfamilienhäusern versehenen Siedlungen, während eine immer kleiner werdende Gruppe nach wie vor an alten Beeten, Obstbäumen und Holzhütterln festhält. Die Geschichte des Kleingartenwesens ist lang, bunt und vielfältig und vor allem ist sie noch lange nicht am Ende. Es waren einstige Größen, wie der Krankenpfleger und Naturheilkundler Florian Berndl - Schöpfer des Gänsehäufels - die nach und nach die Kleingartenidee in Wien verwirklichten. Mit seinem "Neu-Brasilien" war er einer der ersten, der die Städter durch das Arbeiten im Garten zu einer natürlichen Lebensweise zurückführen wollte. Auch der 1882 in Wien geborene Nationalökonom, Arbeiter- und Volksbildner Otto Neurath gilt als maßgeblicher Mitgestalter der Bewegung. Er gründete 1920 den Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, um die in Wien herrschenden Wohnungsknappheit und die Not der Siedler zu lindern, die Stadtplanung als Integration von Interessen von oben und unten voranzubringen und um Ordnung in die chaosähnliche Baubewegung bringen zu können. Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch die Architektur Ikone Margarete Schüttte-Lihotzky, die 1920 erfolgreich die Zukunft des Wohnens in den Vorstädten propagierte und mit den von ihr entworfenen Notunterkünften, Inneneinrichtungen und Kernhäusern in die Geschichte eingehen sollte. Ein Radiokolleg von den Anfängen, über zur Gegenwart und hin zur Zukunft: Der Kleingarten als einstiger Kinderspielplatz, über zum wichtigsten Nahrungslieferanten für hungernde Städter, bis hin zum begehrten Spekulationsobjekt. Zudem erfahren wir, wie es um die Grünflächen in der Zukunft bestellt ist, welche Rollen sie in einer sich immer stärker erhitzenden Stadt spielen werden und ob weiterhin ein jeder ein Recht auf seinen eigenen kleinen Garten haben wird.

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NDR

Kritik der mörderischen Vernunft (1/2)

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Jens Johler. Ein bekannter Wissenschaftler wird ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte mit Affen experimentiert. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Der Mörder, der sich "Kant" nennt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Kriminalreporterin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht - und töten wird, um ihn zu bewahren. Ein hochaktueller Thriller, der die Leistungen der modernen Hirnforschung mit Immanuel Kants Philosophie kritisch hinterfragt. Mit Felix von Manteuffel (Erzähler), Anne Weber (Erzählerin), Stephan Schad (Troller), Ulrike C. Tscharre (Jane), Achim Buch (Graf), Anne Moll (Leonie), u .a. Komposition: Tilman Ehrhorn. Bearbeitung: Hilke Veth. Regie: Sven Stricker. Regieassistenz: Ilka Bartels. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produk

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